Was macht einen guten SEO-Text aus?

von | 11. Feb. 2022 | SEO | 0 Kommentare

Vielleicht denkst Du bei dem Begriff „SEO-Text“ an einen mit Keywords überladenen, inhaltslosen und sogar grammatikalisch falschen Text, der für den lesenden Menschen kaum erträglich ist. Und es ist gar nicht abwegig, Dass Du an einen solchen Text denkst, denn vor noch gar nicht allzu langer Zeit hat man SEO-Texte tatsächlich noch nur für die Suchmaschine geschrieben.

Sie waren voller Keywords, und um manch eine Keywordkombination wortwörtlich in der richtigen Wortreihenfolge unterzubekommen, hat man auch schon mal die deutsche Grammatik vernachlässigt. Furchtbare Texte waren das teilweise, einem menschlichen Leser kaum zumutbar. Aber man war auch kaum davon ausgegangen, dass sie jemand lesen würde. Sie dienten vor allem dem Ranking in der Suchmaschine.  

Doch die SEO-Branche hat sich weiterentwickelt, und der Begriff „SEO-Text“ verdient es, von seinem schlechten Image reingewaschen zu werden. Ein suchmaschinenoptimierter Text ist heute inhaltlich hochwertig, sehr gut lesbar und der Einsatz von Keywords ist durchdacht und geschickt, aber keinesfalls inflationär.  

Wie sehen gute suchmaschinenoptimierte Texte heute aus?

Jeder Text kann zum SEO-Text werden

Es ist wichtig zu begreifen, dass jeder Text suchmaschinenoptimiert geschrieben werden kann. Eine Produktbeschreibung, ein Blogartikel, ein Text auf einer Landingpage, ein journalistischer Text oder auch ein politisches Manifest. Sobald wichtige SEO-Regeln eingehalten werden, kann eine Suchmaschine einen Text gut verstehen. Tut sie das, rankt er bei bestimmten Suchanfragen weit oben und kann eine größere Zahl an Menschen erreichen. Und das ist das Kernziel der Suchmaschinenoptimierung.  

Keywords finden und einsetzen 

So wie früher, gilt auch heute noch: Wer einen guten SEO-Text schreiben will, muss darin die richtigen Keywords unterbringen. Keywords sind jene Schlagworte, welche die User:innen in die Suchmaschine eintippen und zu welchen Dein Text gefunden werden soll. Natürlich wollen die Suchenden diese Keywords dann auch in Deinem Text lesen, ganz unabhängig von der Suchmaschine.  

Doch während früher die Keyworddichte – also wie oft ein Keyword in einem Text vorkommt – ein Rankingfaktor für die Suchmaschine war, ist diese „keyword density“ längst Schnee von gestern. Was ist heute wichtig, wenn es um den Einsatz von Keywords geht? 

  • Dein(e) Keyword(s) müssen in der Hauptüberschrift (h1) vorkommen und in einigen Deiner Unterüberschriften (h2 oder h3)   
  • Wenn du zu einer Keyword-Kombination ranken möchtest, die sich wörtlich nicht wirklich im Text verarbeiten lässt, dann setze ruhig Füllwörter ein. Eine gute Lesbarkeit hat Vorrang. Beispiel: Ist Dein Keyword „Solaranlage München“, schreib im Text lieber „Solaranlage in München“  
  • Dein(e) Keyword(s) gehören auch in den Meta Title und in die Meta Description. Mit diesen SEO-relevanten Begriffen beschäftigen wir uns weiter unten noch ausführlicher. 
  • Verwende Synonyme von Deinen Keywords, falls vorhanden 
  • Verwende Begriffe, die im Zusammenhang mit Deinen Keywords stehen. Beispiel: Dein Keyword lautet Solaranlage. Relevant sind dann sehr wahrscheinlich Wörter wie Dach, Sonnenlicht, Solarmodul, Energiewende, erneuerbare Energien, installieren, einbauen etc.  

Es gibt sehr gute Tools, die dir helfen, Keywords und damit im Zusammenhang stehende Begriffe zu recherchieren. Wir empfehlen u.a.:  

  • Google Ads Keyword Planer 
  • Google Auto Suggest 
  • Google Related Searches
  • Google Search Console  
  • keyword.io

Meta Title und Meta Description 

Zum suchmaschinenoptimierten Text gehören auch der Meta Title und die Meta Description. Letztere ist der Textschnipsel, der in der Suchmaschine erscheint, wenn dein Text als Suchergebnis aufgelistet wird. Entsprechend sollte er eine aussagekräftige Zusammenfassung Deines Textes sein und im Idealfall Dein(e) Keyword(s) enthalten. Die Description sollte grob 160 Zeichen lang sein.  

Der Meta Title wird auch SEO-Title genannt und ist ein wichtiger Rankingfaktor. Er sollte Dein wichtigstes Keyword enthalten und 60 bis 65 Zeichen lang sein. Anders als im Fließtext oder in der Überschrift ist es beim Meta Title in Ordnung, wenn du stichpunktartig formulierst und Füllwörter wie Präpositionen fehlen. Das bereits verwendete Beispiel „Solaranlage München“ dürfte im SEO-Title also ruhig wortwörtlich drinstehen.  

Die Gliederung Deines SEO-Texts 

Zu den relevantesten Elementen eines SEO-Textes gehören die Überschriften. Diese müssen deutlich formulieren, worum es in dem Text oder im jeweiligen Abschnitt geht. Zumindest die Hauptüberschrift (h1-Überschrift) und einige der Unterüberschriften müssen relevante Keywords enthalten.  

In SEO-Texten unterscheiden wir zudem zwischen h2-Überschriften (Überschriften zweiter Ordnung) und h3- bis h6-Überschriften (Überschriften dritter bis sechster Ordnung, wobei wir meist nur bis in die dritte Ebene gehen). h3-Überschriften müssen auch nicht unbedingt in deinem Text vorkommen – nur dann, wenn du ein längeres Kapitel Deines SEO-Textes nochmal thematisch gliedern möchtest.  

Hat Dein SEO-Text mehrere h2-Überschriften und vielleicht sogar h3-Überschriften, solltest Du ihm ein Inhaltsverzeichnis hinzufügen, damit der User direkt nachsehen kann, ob der Text die Inhalte bietet, nach denen er sucht. Wordpress bietet dafür vorgefertigte Lösungen.  

Du solltest Deinen Text in Absätze unterteilen, die nicht länger sind als 300 Wörter. Hinsichtlich der Länge eines SEO-Textes gibt es keine festen Regeln. Er sollte eben alles abdecken, was Dein:e Leser:in wissen möchte. Ist ein Text besonders lang, hat also zum Beispiel mehr als 1000 Wörter, musst Du davon ausgehen, dass viele User:innen ihn nicht zu Ende lesen. Dann wäre es zu überlegen, ob du den langen Text nicht in mehrere kürzere Texte aufteilen möchtest. 

Bilder und andere Medien 

Ein wichtiger Rankingfaktor ist der Einsatz von Bildern und ähnlichen Medien. Du kannst zum Beispiel passende YouTube-Videos einbinden. Den HTML-Code bekommst Du meist direkt bei YouTube, wenn Du auf „Teilen“ und dann auf „Einbetten“ klickst. Es könnte nur sein, dass die Funktion deaktiviert ist, falls eine Einbindung vom Video-Urheber nicht erwünscht ist.  

Bilder kannst Du selbst machen, oder Du bekommst sie von vielen kostenlosen Plattformen wie Pixabay oder Flickr.  Wir setzen uns an anderer Stelle ausführlich mit dem Einsatz von Bildern und anderen Medien auf der eigenen Website auseinander. Im Hinblick auf SEO-Texte gilt jedenfalls: Füge ihnen unbedingt Bilder, Screenshots oder Videos hinzu. Und verwende in der Bildbeschreibung, in den ALT-Attributen (das ist eine kurze Bildbeschreibung, die für mehr Barrierefreiheit sorgt) und im Dateinamen des Bildes das Keyword, das am besten zum Bildinhalt passt.  

Weitere hilfreiche Tipps rund um SEO findest Du z.B. in diesem Artikel über aktuelle Trends.

Bild: Firmbee / Pixabay.

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